DOAJ Open Access 2022

Bonding oder „Was hält die Stadt zusammen?“

Laura Kemmer

Abstrak

„Infrastrukturen städtischer Intimität“ – flüchtige, affektive Prozesse des Sich-Verbindens, vermittelt durch konkrete, mit Versprechen, Wünschen und Begehren behaftete Objekte – halten die Stadt zusammen. Gleichzeitig werden Prozesse der Fragmentierung, De-Mobilisierung, Ent-Politisierung häufig auf ebendiese intimen Verbindungsweisen zurückgeführt. In meinem Beitrag gehe ich dem Spannungsverhältnis zwischen Zusammenhalt und Auseinanderbrechen, zwischen neuen Verbindungen und regressiven, beharrenden Dynamiken urbaner Kollektive nach. Erstens zeige ich am Beispiel „öffentlicher Verkehr“, wie Intimität, Verletzlichkeit und exposure als raumproduzierende Taktiken eingesetzt werden, die heteronormative Allianzen und Ordnungen aufbrechen. Zweitens argumentiere ich mit einer Anekdote zu den kreativen Baugruben-Protesten im prä-olympischen Rio de Janeiro, dass gerade das Spiel mit der Intensität „loser Verbindungen“ es ermöglicht, die fragile Balance kollektiven Lebens in urbanen Gesellschaften zusammenzuhalten.

Penulis (1)

L

Laura Kemmer

Format Sitasi

Kemmer, L. (2022). Bonding oder „Was hält die Stadt zusammen?“. https://doi.org/10.36900/suburban.v10i2/3.816

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Informasi Jurnal
Tahun Terbit
2022
Sumber Database
DOAJ
DOI
10.36900/suburban.v10i2/3.816
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