Vom Gebrauch der Sprache in der Psychoanalyse
Abstrak
Die psychoanalytische talking cure interessiert über den Sprechakt oder Sprachakt hinaus die Sprache als „Struktur” im mehrfachen Sinn: als Trägerin eines Genuss-Wissens in Gestalt von Kulturimperativen (Idealforderungen, Ver- und Geboten) in Mythen, Märchen, Witzen und weiteren Manifestationen der Hoch- und Populärkultur, und als Grammatik, also Festlegung von Relationen von Subjekt, Prädikat, Objekt (vgl. Freud zu Schreber) sowie als Arsenal logischer Operationen, die den Verlauf der Schicksalswege eines Triebs bestimmen: die Verkehrung ins Gegenteil, aktiv—passiv, die Wendung gegen die eigene Person, Verdichtung und Verschiebung usw. Diese Strukturen resultieren aus dem Kulturprozess (als dessen Zwischenergebnisse), gehen aus Verdrängungs- und Sublimierungsprozessen hervor, und bilden ihrerseits die aktuellen psychischen Instrumente, darunter diejenigen der Sublimierung und der psychoanalytischen Arbeit. Einige Aspekte davon behandelt dieser Beitrag.
Topik & Kata Kunci
Penulis (1)
Claus-Dieter Rath
Akses Cepat
- Tahun Terbit
- 2019
- Sumber Database
- DOAJ
- DOI
- 10.13130/2037-2426/12601
- Akses
- Open Access ✓